Dekan Dr. Heinrich Hohl offiziell in sein Amt eingeführt

Zur feierlichen Amtseinführung des neuen Dekans Dr. Heinrich Hohl kam Generalvikar Georg Kestel als ständiger Vertreter des Diözesanadministrators in die Kirche Herz-Jesu nach Pegnitz. Hohl wurde bereits im November 2022 durch Erzbischof Dr. Ludwig Schick zum Leiter des Dekanats Bayreuth ernannt. Das Dekanat Bayreuth setzt sich aus den 3 Seelsorgebereichen Bayreuth, Fränkische Schweiz Nord und Auerbach-Pegnitz zusammen. Viele Geistliche aus den Pfarreien des Dekanats und auch Ordensleute aus Auerbach und Michelfeld wohnten dem Vespergottesdienst bei. Die Gottesdienstbesucher kamen aus dem gesamten Dekanat Bayreuth angereist.
Im Rahmen eines Vespergottesdienstes ging der Generalvikar in seiner Ansprache zunächst auf die Aufgaben eines Dekans ein: „Ein Dekan ist ein Wegweiser, er vertritt das Erzbistum nach Außen, sorgt für den Zusammenhalt zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen.“ Er führt Visitationen in den Pfarreien des Dekanats durch und beerdigt verstorbene Priester im Dekanat. Der Dekan ist beauftragt, zusammen mit Priestern, Diakonen und Laien in den verschiedenen pastoralen Diensten sowie mit dem Dekanatausschuss das kirchliche Leben zu fördern.
Dr. Heinrich Hohl tritt die Nachfolge von Pfarrer Michael Gräf an, seine Stellvertreter sind leitender Pfarrer Hans-Jürgen Wiedow aus Hollfeld und Pfarrer Pater Marek Flasinski aus Auerbach.
Prälat Kestel ging auf die aktuelle Entwicklung in der Erzdiözese ein: Durch die strukturellen Veränderungen wurden aus 21 Dekanaten im Erzbistum Bamberg nur noch 10 gebildet. Der Dekan Dr. Hohl ist Begleiter auf dem Weg: „Wir brauchen ein fruchtbares Miteinander, ein gegenseitiges Geben und Nehmen.“
Pfarrer Hohl erhielt nach dem Amtsversprechen das Dekanenkreuz von Prälat Kestel.
In seiner Predigt ging Pfarrer Dr. Hohl auf das aktuelle Evangelium ein. „Auch Jesus war verschiedenen Versuchungen ausgesetzt, er gab den Versuchungen jedoch nicht nach, sondern argumentierte mit Worten aus der Bibel.“ Verführerisch sei die Vorstellung „ein guter Mensch“ zu sein. Was ist ein „guter Mensch“? Gut sein allein führt an wesentlichen Punkten der Verkündigung Jesu vorbei.
Bei der Auseinandersetzung mit Gottes Wort erkennen wir, was Gott von uns will“, so Pfarrer Hohl. Den neuen strukturellen Veränderungen dürfen wir uns nicht verschließen – aus Angst, Trotz oder weil es noch nie so war oder weil es schon immer so war. Mit dem Vertrauen auf den Geist Gottes werden wir zu guten Entscheidungen im Dekanat finden.
Sonja Schwemmer, die Vorsitzende des Dekanatsausschusses, begrüßte die Gäste, die Fahnenabordnungen, Gremien und Verbände, sowie aus der politischen Gemeinde die stellvertretende Landrätin Gabriele Drechsler aus dem Nürnberger Land, Landrat Florian Wiedemann und Oberbürgermeister Thomas Ebersberger aus Bayreuth herzlich. Schließlich dankte sie auch Dekan Dr. Hohl: „Wir danken Ihnen, dass Sie bereit sind, diese zusätzlichen Aufgaben zu übernehmen.“
Die Ökumene wird in den Seelsorgebereichen bereits gelebt, so der evangelische Dekan Markus Rausch. Er erinnerte an die vielen gemeinsamen Gottesdienste, Pilgerwege und Begegnungen.
Der Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth Thomas Ebersberger überbrachte seine Segenswünsche und betonte das gute Miteinander zwischen Politik und Kirche. Er wies darauf hin, wie wichtig weiterhin eine gute Zusammenarbeit angesichts der aktuellen Krisen und Unsicherheiten sei.
Geschäftsführerin Bozena Schiepert vom Caritasverband in Stadt und Land Bayreuth unterstrich, dass der Caritasverband ein wichtiger Teil des Dekanats ist. Mit über 200 hauptamtlichen Mitarbeitern und zusätzlichen Ehrenamtlichen sind die Aufgaben der Caritas eine wohlwollende Grundhaltung und Nächstenliebe allen Menschen gegenüber.
Musikalisch stimmungsvoll wurde die Einführung durch die Schola Gregoriana der Schlosskirche Bayreuth und der Schola der Auerbacher Schulschwestern unter der Leitung von Regionalkantor Sebastian Ruf gestaltet.
Die Mitglieder des Dekanatsausschusses aus den 3 Seelsorgebereichen überreichten dem Dekan symbolisch kleine Gaben zur Stärkung. Frau Schwemmer dankte dem „Hausherrn“ Pfarrer Norbert Förster und der PGR-Vorsitzende Regina Schrembs und ihrem Team für die Vorbereitungen und lud zu dem anschließenden Stehempfang ein.
Nach dem Gottesdienst nutzten viele Gäste bei einem Stehempfang im Saal die Möglichkeit, mit dem neuen Dekan ein paar Worte zu wechseln.
Herzlichen Dank allen, die bei der Organisation und Gestaltung der feierlichen Einführung mitgewirkt haben. Ebenso herzlichen Dank an alle, die mitgefeiert haben und in Gedanken mit Dekan Dr. Heinrich Hohl verbunden waren!








